3×3 im Juli/August 2023

3 Ergebnisse, 3 Erlebnisse und 3 Dinge, für die ich dankbar bin

Nach einer Idee von Katja Scalia veröffentliche ich hier die einzelnen Punkte. Allerdings nicht innerhalb eines Kalendermonats, sondern eines Mondzyklus, also von einem Neumond zum nächsten. So plane ich nämlich auch meine Zeit.

Im Gegensatz dazu (oder auch zusätzlich) findest du am Ende eines Monats den Monatsrückblick hier.

Und jeden 12. eines Monats gibt’s dort auch die 12 von 12.

3 Erlebnisse, für die ich dankbar bin

African Book Fair in Nairobi

Mein Fotospeicher auf dem Handy, kurz vor dem Überlaufen vor lauter inspirierender Bücher. Am Liebsten hätte ich einfach alle Bücher abfotografiert.

Ich war noch nie in der McMillan Memorial Library, obwohl ich schon oft mal reingehen wollte. Mit der African Book Fair bot sich eine gute Gelegenheit. Das Gebäude an sich ist unglaublich heruntergekommen – und auch gruselig! (Dazu gibt’s bald mal mehr bei den Heimatfindern.) Und natürlich kolonialgeschichtlich hoch problematisch. Es gibt aber eine Initiative zur Aufarbeitung und kulturellen Rückführung. Endlich nehmen sich zwei Frauen dieses Gebäudes an und machen daraus eine Bibliothek, die für die kenianische Öffentlichkeit attraktiv und zugänglich sein wird.

Ich habe ganz viele inspirierende Buchtitel für meinen Literaturkreis (Mit 195 Autorinnen um die Welt) gefunden und es sehr genossen, mal ganz alleine in guter Literatur zu baden.

Firmung

Ich bin dem Second Mass Choir beigetreten, der Unterstützung bei der Firmung brauchte. Eigentlich singe ich im First Mass Choir, quasi dem Jugendchor der Kirche, und der ist etwas lose organisiert und probt sehr unkonventionell und unregelmäßig.

Bei den Proben für die Firmung gab’s endlich einen “richtigen” Dirigenten (der auch noch den selben Nachnamen hat wie ich – das gab vielleicht Gelächter!). Und ich habe neue Lieder gelernt. Der Auftritt hat Spaß gemacht, obwohl ich bei drei Liedern auch einfach keine Ahnung hatte und nur meine Lippen bewegt habe. Jetzt überlege ich sogar, ob ich den Chor wechseln soll.

(Den Vlog dazu gibt’s bald bei den Heimatfindern.)

Eine Erkenntnis

Ich habe vor einer Weile schon angefangen, rigoros und konsequent jeden Tag in mein Journal zu schreiben. Dazu folge ich ein paar von mir selbst vorgegebenen Prompts. Natürlich habe ich es auch ein paar Mal einfach nicht geschafft. Dafür hatte ich danach folgende Erkenntnis:

Das Entscheidende ist nicht, ob du deine 30-Tage-Challenge durchziehst, 100 Tage am Stück XY tust oder eben wirklich täglich das gemacht hast, was du dir halt vorgenommen hast.

Richtig spannend wird’s doch erst, wenn du mal ein, zwei Tage oder eine Woche dein Versprechen an dich selbst nicht erfüllst. Oder wenn du die Gewohnheit eigentlich schon für gescheitert erklärst.

Wie verhältst du dich dann? Versinkst du in negativen Selbstgesprächen oder machst du weiter? Fängst du einfach wieder von vorne an?

Stärke beginnt da, wo du weitermachst!

3 Ergebnisse, für die ich dankbar bin

Webseite eigenhändig repariert

Durch einen blöden Fehler war meine Webseite mehrere Tage nicht mehr erreichbar. Auch für mich nicht. Ich konnte mich nicht mal mehr einloggen. Mit einer knappen, aber aufschlussreichen Email meines Providers, vielen Fragen an die Künstliche Intelligenz und unzähligen Tutorials und Artikeln habe ich es geschafft, sie wiederherzustellen. Über die Datenbank und die config-Datei. Obwohl Technik so gar nicht meins ist. Ich war wirklich stolz!

Ich verkaufe Fermente!

Über die kenianische Kleinanzeigen-Plattform verkaufe ich meine überschüssigen Kulturen für Milchkefir und Kombucha. Und es haben sich tatsächlich schon mehrere Leute gemeldet und welche gekauft. Außerdem habe ich einen wöchentlichen Kunden für einen Laib Sauerteig-Brot.

Austausch auf Instagram

Ich nehme mir hin und wieder ein Zeitfenster für den Austausch auf Instagram. Obwohl ich langfristig darauf hinarbeite, von den sozialen Medien ganz wegzukommen, schätze ich die tiefgehenden Gespräche und den wertvollen Austausch, der oft erst über Instagram initiiert wird.

3 Dinge, für die ich dankbar bin

Literaturkreis

Der Literaturkreis “Mit 195 Autorinnen um die Welt” (findest du auf literaturkreis.online) hat im Moment nur ein weiteres Mitglied, und trotzdem hatten wir mit dem über 900 Seiten starken Totschläger “Das achte Leben (Für Brilka)” von Nino Haratischwili viel Spaß. Ohne diese Motivation hätte ich dieses massive Werk wahrscheinlich nicht gelesen. So wäre mir einges an georgischer Geschichte, Seifenoper-Plot und heißer Schokolade entgangen!

Regen

Hin und wieder regnet es, manchmal ein paar Tropfen, aber meistens richtig eindrucksvoll aus Kübeln. Ich genieße dann die frische, kühle Luft, das sanfte bis laute Rauschen auf dem Dach und die Gewissheit, dass sich der Boden wieder vollsaugen und das Grundwasser auffüllen kann.

Die Natur als Lernstube

Mit meiner Tochter habe ich Kräuterbuschen für Mariä Himmelfahrt gebunden. Nicht, dass es hier eine Kräuterweihe gibt, aber ich war trotzdem mit ihr und den Kräuterbuschen in der Kirche. Es gibt hier so viel für mich zu lernen und zu recherchieren über all die Pflanzen, die hier am Wegesrand wachsen. Und für die Verbindung zu meiner Tochter über die Pflanzen bin ich ebenso sehr dankbar.

Wenn du dich für die Heimatfinder-News einträgst, bekommst du noch mehr Bilder und Geschichten aus meinem Alltag in Kenia.


Was waren deine 3×3? Schreib mir gerne welche in die Kommentare. 

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10 Monate zuvor

Liebe Laura,

ich freue mich wieder deine 3×3 zu lesen und liebe es, dass du sie nach dem Mondzyklus veröffentlichst und damit dem ganzen deinen eigenen Touch verleihst. Finde es auch spannend, dass du deine Zeit so planst.

Das achte Leben (für Brilka) liegt bei mir immer noch auf dem Nachttisch. Ich wollte es über Weihnachten lesen, bin bis Seite 300 noch was gekommen, dann ein paar Tage nicht weitergelesen, dann haben meine Kinder das Lesezeichen woanders rein und seitdem komm ich einfach nicht mehr rein in den Lesefluß. Hab irgendwie den Faden verloren.

Vlt. klappt’s kommende Weihnachten

Bis zum nächsten mal!
Liebe Grüße zu dir
Katja

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